The Myth of Lorelei

art_Edward Jakob von Steinle - The Lorelei

Heinrich Heine:

I don’t know what it may signify
That I am so sad;
There’s a tale from ancient times
That I can’t get out of my mind.

The air is cool and the twilight is falling
and the Rhine is flowing quietly by;
the top of the mountain is glittering
in the evening sun.

The loveliest maiden is sitting
Up there, wondrous to tell.
Her golden jewelry sparkles
as she combs her golden hair

She combs it with a golden comb
and sings a song as she does,
A song with a peculiar,
powerful melody.

It seizes upon the boatman in his small boat
With unrestrained woe;
He does not look below to the rocky shoals,
He only looks up at the heights.

If I’m not mistaken, the waters
Finally swallowed up fisher and boat;
And with her singing
The Lorelei did this.

art_Johann_Koeler-Lorelei 1887

German Original:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl, und es dunkelt,
Un ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
In Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldenes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Leid dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh’.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer uns Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lorelei getan.

art_lorelei_river

Sirens and other watery female creatures seem an endless topic in European myths (like other Rhine Maidens, Mermaids or Siren in general). One of them is is Germany’s Lorelei.

It’s actually a place: a rock somewhere down the Rhine.

Like so many waterspirits she also tempted guys to go into the water and suffer a miserable death.

More? Wikipedia

Inspired by Edosan - who sent me the Heine Poem today.

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Posted by orangeguru at 2007-10-30 (19:01).
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9 responses to 'The Myth of Lorelei'

Thanks for the memories, the original poem/song in German is a favourite from childhood.

@aperfectstranger: Gee, you are Lorelei?! ;-)

Hhhhmmm. Die Loreley ein oller Felsen in good old Germany. Na, ein wenig zu tourimässig, oder?

Ich finde das Thema würde eine Menge stoffliches darüber hinaus bieten, als sentimentale Heimatsehnsucht, wenn es ein wenig tiefer ausgearbeitet wäre.

Ansonsten: Muttersprachliche Grüße
Die Pottgiftspritze

@Kirsten: Erstmal guten Tag und Willkommen. Also Gedicht und zwei Bildchen muss erst mal reichen. Wenn dann mache ich eine Wasserfrauen-Serie, die in der Kunst ja immer wieder auftaucht.

Aber nett, daß Sie mal reinspritzen - daß mache ich bei Ihnen bei Gelegenheit auch mal.

Meiner Ansicht nach ist es eher ein uraltes Thema, beginnend bei der Kränkung des Narziss, bis über die Reflexion von Echo (eventuell auch weiblichem). Es gibt auch eine sehr schöne Stelle bei Ovid. Dieses deutsche Volkslied hat selbst die Nazis milde gestimmt, trotz Heine. Und machmal denke ich schon auch, daß es ein wenig paradistisch überzeichnet ist. Zuzutrauen wärs dem Matrazengruftschreiber allemal.

Erich Kästner
Der Handstand auf der Loreley
Nach einer wahren Begebenheit 1932

Die Loreley, bekannt als Fee und Felsen,
ist jener Fleck am Rhein, nicht weit von Bingen,
wo früher Schiffer mit verdrehten Hälsen,
von blonden Haaren schwärmend, untergingen.

Wir wandeln uns. Die Schiffer inbegriffen.
Der Rhein ist reguliert und eingedämmt.
Die Zeit vergeht. Man stirbt nicht mehr beim Schiffen,
bloß weil ein blondes Weib sich dauernd kämmt.

Nichtsdestotrotz geschieht auch heutzutage
noch manches, was der Steinzeit ähnlich sieht.
So alt ist keine deutsche Heldensage,
daß sie nicht doch noch Helden nach sich zieht.

Erst neulich machte auf der Loreley
hoch überm Rhein ein Turner einen Handstand!
Von allen Dampfern tönte Angstgeschrei,
als er kopfüber oben auf der Wand stand.

Er stand, als ob er auf dem Barren stünde.
Mit hohlem Kreuz. Und lustbetonten Zügen.
Man frage nicht: Was hatte er für Gründe?
Er war ein Held. Das dürfte wohl genügen.

Er stand, verkehrt, im Abendsonnenscheine.
Da trübte Wehmut seinen Turnerblick.
Er dachte an die Loreley von Heine.
Und stürzte ab. Und brach sich das Genick.

Er starb als Held. Man muß ihn nicht beweinen.
Sein Handstand war vom Schicksal überstrahlt.
Ein Augenblick mit zwei gehobnen Beinen
ist nicht zu teuer mit dem Tod bezahlt!

P.S. Eins wäre allerdings noch nachzutragen:
Der Turner hinterließ uns Frau und Kind.
Hinwiederum, man soll sie nicht beklagen.
Weil im Bezirk der Helden und der Sagen
die Überlebenden nicht wichtig sind.

Schön böse, zeitkritisch, oder?

Hey und Danke für die formvollendete nette Begrüßung. Wir können uns ja gegenseitig mal auf unseren Blogsbergen naß machen.

paradistisch. Welch kühne deutsche Wortschöpfung.

sorry.

@Kirsten: Die Wasserfrauen sind sozusagend olle Tanten, aber gerade deswegen so interessant. Ich hatte in meinem alten OrangeBlog immer so langatmige Art Specials - da muss ich eines über feuchte Frauen schreiben.

Danke für das Gedicht.

WooneeDwego

Hello!
Nice site ;)
Bye

@WooneeDwego: Thanks for your praise. ;-)

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No fakes and no insults please. Thanks!




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